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Blog, Ratgeber & Trauersprüche

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Trost spenden & Helfen

Wenn der Schreibtisch zum Minenfeld wird: Trauer am Arbeitsplatz empathisch begegnen

Das Meeting läuft, die Excel-Tabellen sind geöffnet, das Tagesgeschäft brummt. Doch an einem Schreibtisch herrscht eine dröhnende Stille. Ein Kollege hat gerade einen geliebten Menschen verloren. Er ist körperlich anwesend, aber innerlich in einer anderen Welt. Und um ihn herum? Unsicherheit. Betretenes Schweigen. Die Angst, das Falsche zu sagen. Trauer am Arbeitsplatz ist eines der letzten großen Tabuthemen unserer Leistungsgesellschaft. Wir sollen "funktionieren", professionell sein. Doch Trauer macht nicht halt, wenn wir die Bürotür öffnen oder uns ins Zoom-Meeting einwählen. Wie können Unternehmen, Chefs und Kollegen menschlich und psychologisch klug reagieren, wenn der Tod in den Arbeitsalltag einbricht? Die Psychologie des trauernden Mitarbeiters: Die Maske der Normalität Um empathisch reagieren zu können, müssen wir verstehen, was in einem trauernden Menschen vorgeht, der zur Arbeit zurückkehrt. Psychologen wissen: Trauerarbeit ist Schwerstarbeit für das Gehirn. Konzentration, Gedächtnis und Entscheidungsfindung sind massiv beeinträchtigt. Viele Trauernde empfinden die Arbeit als eine willkommene Ablenkung, eine "Insel der Normalität" im Chaos der Gefühle. Doch um diese Normalität aufrechtzuerhalten, tragen sie eine tonnenschwere psychische Maske. Sie lächeln im Kundengespräch, während ihnen innerlich zum Schreien zumute ist. Diese Maske zu tragen, kostet unfassbar viel Kraft. Ein empathisches Arbeitsumfeld erkennt diese Anstrengung an und erwartet keine 100-prozentige Leistung. Der Leitfaden für Führungskräfte: Sicherheit schaffen Als Chef oder Teamleiter hast du eine Fürsorgepflicht. Deine Reaktion setzt den Ton für das gesamte Team. Schweigen ist keine Option. 1. Proaktive Kommunikation (Vor der Rückkehr) Warte nicht, bis der Mitarbeiter sich meldet. Nimm Kontakt auf – nicht um über Projekte zu sprechen, sondern um Kondolenz auszudrücken. Kläre die wichtigste Frage: „Was möchtest du, dass das Team erfährt?“ Manche wollen, dass alle Bescheid wissen, um Fragen zu vermeiden. Andere möchten, dass niemand davon weiß. Respektiere diesen Wunsch unbedingt. 2. Radikale Flexibilität anbieten Trauer verläuft in Wellen. Es gibt Tage, da geht nichts. Biete von dir aus flexible Lösungen an: Homeoffice-Optionen, vorübergehende Teilzeit oder unbezahlten Urlaub. Nimm Druck raus, bevor der Mitarbeiter darum bitten muss. 3. Das "Willkommen-Zurück-Gespräch" Am ersten Tag der Rückkehr sollte ein kurzes Vier-Augen-Gespräch stattfinden. Die wichtigste Botschaft: „Schön, dass du wieder da bist. Wir erwarten nicht, dass du sofort wieder voll funktionierst. Sag uns, was du brauchst.“ Dies schafft psychologische Sicherheit. Der Knigge für Kollegen: Die Mauer des Schweigens durchbrechen Für Kollegen ist die Situation oft am schwierigsten. Man ist keine Familie, aber man verbringt jeden Tag miteinander. Die größte Angst: ein Fettnäpfchen. Doch das schlimmste Fettnäpfchen ist das Ignorieren. Was hilft (Do's): Das Offensichtliche ansprechen: Ein einfaches, ehrliches „Ich habe gehört, was passiert ist. Es tut mir unglaublich leid. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber ich bin froh, dass du wieder da bist“ ist tausendmal besser als Schweigen. Konkrete Mikro-Hilfe: Statt der großen Frage „Wie kann ich helfen?“, biete kleine Dinge an: „Ich gehe mir einen Kaffee holen, soll ich dir einen mitbringen?“ oder „Soll ich das Protokoll für das nächste Meeting übernehmen?“ Normalität zulassen: Trauernde wollen nicht nur "das Opfer" sein. Man darf auch mit ihnen über das Wochenende oder ein Arbeitsprojekt sprechen – wenn sie signalisieren, dass sie bereit dafür sind. Was schadet (Don'ts): Toxische Positivität: Sätze wie „Das Leben geht weiter“ oder „Kopf hoch, es wird schon wieder“ bagatellisieren den Schmerz und sind im beruflichen Kontext absolut tabu. Vergleiche ziehen: „Ich weiß, wie das ist, als mein Hamster gestorben ist...“ – Nein. Jede Trauer ist einzigartig. Ein Zeichen der Anteilnahme als Team Oft möchte das Team gemeinsam "etwas tun". Statt des unpersönlichen Standard-Blumenkranzes, der schnell verwelkt, kann eine bleibende Geste viel tröstlicher sein. Eine hochwertige, vom gesamten Team unterschriebene Trauerkarte zeigt, dass die Gemeinschaft Anteil nimmt. Manche Teams legen zusammen für ein Andenken, das der Kollege sich auf den Schreibtisch oder Zuhause hinstellen kann – wie eine personalisierte Gedenkkerze oder ein kleines Erinnerungslicht. Es geht nicht um den materiellen Wert, sondern um die Botschaft: Wir sehen deinen Schmerz und wir tragen ihn als Team ein kleines Stück mit. Fazit: Ein menschlicher Umgang mit Trauer am Arbeitsplatz kostet keine Produktivität – er schafft Loyalität und Vertrauen, die unbezahlbar sind.
22.02.2026
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Trauersprüche & Kondolenz

Modernes Beileid: Darf man Kondolenz per WhatsApp verschicken? (Ein Knigge-Guide)

Das Handy vibriert. Eine Nachricht in der Familiengruppe oder ein Status-Update eines Freundes. Plötzlich bleibt die Welt stehen: Ein Mensch ist gestorben. Der erste Impuls in unserer digitalen Welt ist oft, sofort zu reagieren. Der Daumen schwebt über dem Antwort-Button. Doch dann setzt die Unsicherheit ein. Ist ein „Herzliches Beileid“ per WhatsApp respektlos? Wirkt es billig oder distanziert? Oder ist es vielleicht genau das Richtige, weil es schnell und unkompliziert ist? Die alte Schule sagt Nein, die moderne Realität sagt Ja. In diesem Spannungsfeld zwischen Tradition und Digitalisierung brauchen wir einen neuen Kompass für unsere Anteilnahme. Die Psychologie der digitalen Nachricht: Fluch und Segen Um zu verstehen, wie digitale Kondolenz wirkt, müssen wir uns in die Psyche des Trauernden hineinversetzen. Sein Gehirn befindet sich im Ausnahmezustand. Es ist überflutet von Schmerz und organisatorischem Chaos. Der Vorteil von WhatsApp: Eine Nachricht ist niederschwellig. Sie erreicht den Empfänger sofort. Er kann sie lesen, wenn er bereit dazu ist, und – das ist entscheidend – er spürt keinen sozialen Druck, sofort reagieren zu müssen (anders als bei einem Anruf). Für das überforderte „Trauergehirn“ kann eine kurze, einfühlsame digitale Nachricht manchmal leichter zu verarbeiten sein als ein langes Gespräch. Der Nachteil: Digitales ist flüchtig. Eine WhatsApp-Nachricht steht zwischen dem Katzen-Video von Tante Erna und der Terminerinnerung vom Zahnarzt. Sie hat keine Haptik, kein Gewicht. Sie verschwindet im digitalen Äther. Und genau das kann sich für den Empfänger so anfühlen, als würde auch die Anteilnahme schnell wieder „weggescrollt“. Der moderne Kondolenz-Knigge: 3 goldene Regeln Darf man also? Ja, aber mit Bedacht. WhatsApp sollte niemals das einzige Mittel der Wahl bei nahen Angehörigen sein, kann aber eine wertvolle „Erste Hilfe“ der Anteilnahme darstellen. Regel 1: Die Hierarchie der Nähe beachten Engster Kreis (Eltern, Geschwister, beste Freunde): Hier ist WhatsApp ein absolutes No-Go für die Erstkondolenz. Hier zählen Anwesenheit, ein Anruf oder ein sehr persönlicher Brief. Erweiterter Kreis (Gute Freunde, enge Kollegen): Eine WhatsApp als *sofortige* Reaktion ist in Ordnung, sollte aber unbedingt von einer echten Karte oder einem Anruf gefolgt werden. Bekannte (Nachbarn, entfernte Arbeitskollegen): Hier ist eine einfühlsame digitale Nachricht oft ausreichend und akzeptiert. Regel 2: Vorsicht mit Emojis und Floskeln Die größte Falle im digitalen Raum. Ein falsch gesetztes Emoji kann verheerend wirken. Vermeide das „Tränen lachende“ Emoji (😂), das oft mit dem weinenden verwechselt wird. Auch betende Hände (🙏) können manchmal als „High Five“ missverstanden werden. Wenn Emojis, dann sehr sparsam: Ein schwarzes Herz (🖤) oder eine schlichte Kerze (🕯️) sind akzeptabel. Besser ist es, ganz darauf zu verzichten und stattdessen klare Worte zu finden. Regel 3: WhatsApp als „Vorhut“, nicht als Ersatz Betrachte die digitale Nachricht als einen „akuten Seelentröster“. Sie sagt: „Ich habe es gehört, ich bin geschockt, ich denke an dich.“ Das ist wichtig. Aber sie ersetzt nicht die Tiefe einer echten, analogen Geste, die auch noch Wochen später Bestand hat. Formulierungsbeispiele für WhatsApp Gut (einfühlsam & ohne Druck):„Liebe/r [Name], ich bin fassungslos über die Nachricht von [Name]s Tod. Mir fehlen die Worte, aber ich wollte dich wissen lassen, dass meine Gedanken fest bei dir sind. Bitte fühl dich nicht verpflichtet, auf diese Nachricht zu antworten. 🖤“ Weniger gut (zu salopp oder fordernd):„OMG, mein Beileid! 😢 Das ist ja schrecklich. Wenn was ist, melde dich!“ (Zu viele Emojis, zu umgangssprachlich, baut Druck auf). Warum wir das „Anfassen“ brauchen Wir Menschen sind sinnliche Wesen. Gerade wenn uns der Boden unter den Füßen weggezogen wird, brauchen wir Dinge, die wir festhalten können. Eine WhatsApp kann man nicht auf den Nachttisch stellen. Man kann sie nicht in die Hand nehmen und das Papier spüren, auf dem jemand sich Zeit für uns genommen hat. Eine handgeschriebene stilvolle Trauerkarte hat Gewicht – im wörtlichen und übertragenen Sinne. Sie ist ein physischer Beweis dafür, dass der Schmerz gesehen wird. Noch stärker wirken kleine, greifbare Symbole: Eine personalisierte Gedenkkerze, die man real anzünden kann, spendet einen Trost, den kein Bildschirm der Welt ersetzen kann. Fazit: Nutze die digitale Welt für die schnelle Schnur zwischen zwei Herzen, aber vertraue auf die analoge Welt für den Anker, der im Sturm Halt gibt.
22.02.2026
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Rituale & Erinnerungen

Erinnerungen bewahren: 5 kreative Wege, das Andenken an geliebte Menschen lebendig zu halten

In der ersten Zeit der Trauer ist der Schmerz so allgegenwärtig, dass er jeden Gedanken bestimmt. Doch je mehr Zeit vergeht, desto leiser wird er. Und plötzlich schleicht sich eine neue, panische Angst ein: „Was, wenn ich sein Lachen vergesse? Was, wenn ihre Stimme in meinem Kopf verblasst?“ Diese Angst ist völlig normal. Jahrelang predigte die traditionelle Psychologie, man müsse „loslassen“, um weiterleben zu können. Heute weiß die moderne Trauerforschung: Das Gegenteil ist der Fall. Das Konzept der sogenannten „Continuing Bonds“ (Weiterführende Bindungen) besagt, dass eine gesunde Trauerbewältigung nicht bedeutet, den Verstorbenen hinter sich zu lassen. Es geht vielmehr darum, eine neue Art der Beziehung zu ihm aufzubauen – eine Beziehung, die nicht mehr in der äußeren Welt, sondern tief im Herzen und durch Erinnerungen stattfindet. Erinnern darf und soll ein aktiver Prozess sein. Hier sind 5 heilsame und kreative Wege, wie du das Andenken an deinen geliebten Menschen (oder dein Sternenkind) liebevoll in deinen Alltag integrieren kannst. 1. Eine Erinnerungskiste gestalten Unsere Erinnerungen sind stark an unsere Sinne geknüpft – besonders an den Geruchssinn und den Tastsinn. Suche dir eine schöne Holzkiste oder einen edlen Karton und sammle darin Dinge, die dich an den Menschen erinnern. Das kann das Lieblingsparfüm sein, eine getragene Strickjacke, die noch nach ihm duftet, die alte Armbanduhr, Flugtickets vom gemeinsamen Urlaub oder handgeschriebene Zettel. Der psychologische Effekt: Wenn dich die Trauer übermannt, hast du einen greifbaren, physischen Ort, zu dem du gehen kannst. Du kannst die Kiste öffnen, weinen, dich erinnern und sie danach wieder bewusst schließen und sicher verwahren. 2. Das Ritual der Gedenkkerze Feuer ist seit Jahrtausenden ein Symbol für Leben, Liebe und Erinnerung. Eine Kerze zu entzünden, ist eines der einfachsten, aber stärksten Rituale überhaupt. Es schafft sofort eine ruhige, ehrfürchtige Atmosphäre. Richte dir einen festen Zeitpunkt dafür ein. Vielleicht brennt die Kerze immer sonntags beim Frühstück, oder du zündest sie an besonderen Tagen wie dem Geburtstag, dem Todestag oder an Weihnachten an. Tipp: Im Aevoria Shop kannst du personalisierte Trauer- und Gedenkkerzen gestalten – zum Beispiel mit dem Namen, einem Datum oder einem tröstenden Spruch. So wird die Kerze zu einem ganz persönlichen Lichtblick in deinem Zuhause. 3. Ein „Erinnerungs-Journal“ führen Wenn die Angst kommt, Details zu vergessen, schreib sie auf! Besorge dir ein schönes Notizbuch und schreibe alles nieder, was dir einfällt. Welche lustigen Marotten hatte sie? Wie hat er seinen Kaffee getrunken? Über welche Witze habt ihr Tränen gelacht? Du kannst in dieses Buch auch Briefe an den Verstorbenen schreiben. Erzähle ihm von deinem Tag, von deinen Fortschritten oder deinem Schmerz. Wenn du kreativ bist, kannst du das Journal auch mit Fotos, schönen Stickern und kleinen Erinnerungsstücken (Scrapbooking) gestalten. Das kreative Arbeiten mit den Händen wirkt extrem beruhigend auf ein gestresstes Trauergehirn. 4. Einen festen Gedenkort im Zuhause schaffen Viele Trauernde finden es tröstlich, einen kleinen, sichtbaren Ort für den geliebten Menschen in ihrem Zuhause zu haben – einen Ort, der nicht versteckt ist, sondern ganz selbstverständlich zum Familienleben dazugehört. Das muss kein großer „Schrein“ sein. Ein schönes gerahmtes Foto, eine kleine Vase für frische Blumen, ein sanfter Art-Print für Sternenkinder oder ein paar gesammelte Steine aus dem letzten Urlaub reichen völlig aus. Dieser Ort signalisiert dir (und Gästen): Dieser Mensch fehlt, aber er ist immer noch ein Teil von uns. 5. Traditionen fortführen (oder neue erfinden) Wie hat der Verstorbene seinen Geburtstag gefeiert? Welches war ihr absolutes Lieblingsessen? Erinnerungen bleiben lebendig, wenn wir sie aktiv tun. Backe am Geburtstag des Verstorbenen seinen Lieblingskuchen und lade Freunde ein, um Anekdoten auszutauschen. Reise an den Ort, den er immer einmal sehen wollte. Hört am Todestag bewusst seine Lieblingsmusik und trinkt ein Glas seines Lieblingsweins auf ihn. Du darfst dich erinnern – und du darfst weiterleben Es ist ein großer Trugschluss, dass man aufhören muss zu trauern, um wieder glücklich zu sein. Die Liebe endet nicht mit dem Tod. Indem du liebevolle Erinnerungsrituale in dein Leben einbaust, nimmst du den Verstorbenen mit in deine Zukunft, anstatt ihn in der Vergangenheit zurückzulassen. Suchst du nach Wegen, deine Erinnerungen greifbar zu machen? Im Aevoria Shop unterstützen wir dich dabei mit liebevoll personalisierten Andenken, Postkarten und Kerzen. Gestalte dein ganz persönliches Unikat, das dich auf deinem Weg begleitet.
21.02.2026
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Sternenkinder

Tabuthema Fehlgeburt: Warum wir lauter über den Verlust von Sternenkindern sprechen müssen

Der Moment, in dem es beim Ultraschall plötzlich still wird. Der fragende Blick zur Ärztin, das pochende Herz, und dann dieser eine Satz, der die Welt in ein Davor und ein Danach teilt: „Es tut mir leid, ich kann keinen Herzschlag mehr finden.“ Für die Eltern bricht in dieser Sekunde ein ganzes Universum zusammen. Doch sobald sie die Tür der Praxis hinter sich schließen, erwartet sie oft eine ohrenbetäubende Stille. Über Fehlgeburten und frühe Sternenkinder spricht man nicht. Man weint leise, funktioniert weiter und versteckt den Schmerz hinter einem tapferen Lächeln. Aber warum eigentlich? Warum hüllen wir eines der schmerzhaftesten Erlebnisse, das eine Familie durchmachen kann, in ein so tiefes gesellschaftliches Schweigen? Die toxische 12-Wochen-Regel Die Gesellschaft hat uns eine ungeschriebene Regel auferlegt: „Erzähle erst nach der 12. Woche von deiner Schwangerschaft, falls etwas schiefgeht.“ Diese Regel ist gut gemeint, aber psychologisch fatal. Denn sie suggeriert Frauen: Wenn du dein Baby verlierst, behalte es für dich. Mache deinen Schmerz nicht zum Problem der anderen. Trauere allein. Doch wenn eine Frau schwanger wird, wird sie in der Sekunde des positiven Tests zur Mutter. Sie trauert bei einem frühen Verlust nicht um einen „Zellhaufen“, wie es medizinisch oft kühl genannt wird. Sie trauert um den ersten Schultag, um das Lachen an Weihnachten, um eine komplette Zukunft, die ihr gerade gewaltsam aus den Händen gerissen wurde. Psychologie: Das Phänomen der „Aberkannten Trauer“ In der Psychologie spricht man bei Fehlgeburten oft von „Disenfranchised Grief“ (Aberkannte Trauer). Das bedeutet: Die Gesellschaft erkennt den Verlust nicht als „echten“ Todesfall an. Es gibt keine Beerdigung, keinen offiziellen Trauerurlaub, keinen Sarg und oft nicht einmal ein Grab. Die Folge dieser aberkannten Trauer sind extrem verletzende Sätze aus dem Umfeld, die den Schmerz der Eltern bagatellisieren: „Es war ja noch ganz früh.“ „Die Natur wird sich etwas dabei gedacht haben.“ „Ihr seid noch jung, ihr könnt es einfach nochmal probieren.“ Diese toxische Positivität führt dazu, dass Sternenmütter (und auch Sternenväter!) sich mit ihrer Trauer isolieren. Viele entwickeln starke Schuldgefühle und glauben, ihr Körper habe versagt. Das Schweigen macht aus einem schmerzhaften Verlust oft ein tiefes Trauma. Warum wir das Schweigen brechen müssen Wusstest du, dass statistisch gesehen etwa jede vierte bis sechste Schwangerschaft in einer Fehlgeburt endet? Wenn du dich in deinem Freundeskreis umsiehst, ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass dort Frauen sitzen, die dieses Schicksal teilen. Doch weil niemand darüber spricht, denkt jede betroffene Frau, sie sei die Einzige. Sie fühlt sich fehlerhaft und allein. Indem wir laut aussprechen: „Ich habe ein Kind verloren“, nehmen wir dem Thema das Stigma. Wir geben dem Schmerz eine Daseinsberechtigung. Heilung kann erst beginnen, wenn die Wunde gesehen wird. Sternenkinder sind keine Tabuthemen. Sie sind kleine Menschen, die bedingungslos geliebt wurden und die einen festen Platz in der Familiengeschichte haben. Greifbare Erinnerungen schaffen: Wenn der Ort zum Trauern fehlt Weil es nach einer frühen Fehlgeburt oft keinen Friedhof gibt, fehlt Eltern ein physischer Ort, an dem sie ihre Trauer ablegen können. Aus psychologischer Sicht ist es jedoch extrem wichtig, dem Verlust Raum und Sichtbarkeit zu geben. Erschaffe dir deinen eigenen Gedenkort. Das kann eine kleine Schachtel mit dem ersten Ultraschallbild und dem positiven Test sein. Im Aevoria Shop fertigen wir liebevoll personalisierte Sternenkind-Andenken. Eine sanft leuchtende Gedenkkerze mit einem Namen oder einem Datum, oder ein zarter Art-Print können dir helfen, das Unbegreifliche greifbar zu machen. Zünde die Kerze an dunklen Tagen an und erlaube dir, zu fühlen: Du warst da. Du fehlst. Du bleibst unvergessen. Du bist eine Sternenmama. Dein Schmerz ist echt. Und du bist mit deinen Gefühlen nicht allein.
21.02.2026
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Kinder & Trauer

Wenn Kinder trauern: Ein altersgerechter Leitfaden für Eltern, um den Tod zu erklären

Es ist wohl eine der schwersten Aufgaben, die das Leben an uns Eltern stellt: Wir müssen unserem Kind erklären, dass ein geliebter Mensch – sei es die Oma, ein Geschwisterchen oder der Papa – für immer gegangen ist. Unser tiefster elterlicher Instinkt schreit danach, unser Kind vor diesem Schmerz zu beschützen. Wir möchten die Wahrheit weichzeichnen, um die Tränen abzuwenden. Doch aus psychologischer Sicht tun wir unseren Kindern damit keinen Gefallen. Kinder haben feine Antennen; sie spüren sofort, wenn die Atmosphäre im Haus schwer ist. Wenn wir sie aus falscher Schutzfunktion ausschließen, füllen sie die Lücken mit ihrer eigenen Fantasie – und die ist oft viel beängstigender als die Realität. Kinder trauern in Pfützen, Erwachsene in Flüssen Bevor wir uns ansehen, wie du mit deinem Kind sprechen kannst, ist es wichtig, die kindliche Psyche zu verstehen. Erwachsene trauern wie in einem tiefen, reißenden Fluss. Sie werden von den Emotionen mitgerissen und können wochenlang an kaum etwas anderes denken. Kinder hingegen trauern in Pfützen. Sie springen mit Anlauf in die Trauerpfütze, weinen bitterlich, sind am Boden zerstört – und fünf Minuten später springen sie wieder heraus und fragen, ob sie ein Eis haben können oder wollen Lego spielen. Das wirkt auf uns Erwachsene oft befremdlich oder herzlos, ist aber ein brillanter, gesunder Schutzmechanismus der Kinderseele. Sie dosieren den Schmerz genau so, wie sie ihn ertragen können. Den Tod erklären: Ein altersgerechter Leitfaden Wie ein Kind den Tod begreift, hängt extrem von seinem Entwicklungsstand ab. Hier ist eine kleine psychologische Orientierungshilfe: Kleinkinder (bis ca. 3 Jahre) In diesem Alter verstehen Kinder die Endgültigkeit des Todes noch nicht. Sie nehmen den Tod eher als Abwesenheit wahr. Sie spüren aber die emotionale Erschütterung der Eltern ganz genau. Was hilft: Klares, liebevolles Begleiten. Ein „Opa ist tot, er kann nicht mehr wiederkommen, und das macht Mama gerade sehr traurig“ reicht als Erklärung. Vor allem brauchen sie jetzt viel körperliche Nähe, Kuscheleinheiten und feste Routinen, die ihnen Sicherheit geben. Vorschulkinder (ca. 3 bis 6 Jahre) Diese Phase ist stark vom „magischen Denken“ geprägt. Kinder glauben, der Tod sei so etwas wie Schlafen oder eine Reise, von der man zurückkehren kann (wie in Zeichentrickfilmen). Manchmal glauben sie sogar, sie seien schuld am Tod („Oma ist gestorben, weil ich gestern böse zu ihr war“).Was hilft: Entkräfte Schuldgefühle sofort und eindeutig. Erkläre den Tod auf biologische, aber sanfte Weise: „Wenn man stirbt, hört der Körper auf zu funktionieren. Er atmet nicht mehr, er muss nicht mehr essen und er spürt auch keine Schmerzen mehr.“ Grundschulkinder (ca. 6 bis 10 Jahre) Jetzt begreifen Kinder die Endgültigkeit. Wer tot ist, kommt nicht zurück. Sie entwickeln oft ein starkes Interesse an den biologischen Details. Sei nicht schockiert, wenn dein Kind plötzlich fragt: „Wie sieht ein Toter aus?“ oder „Friert er unter der Erde?“. Was hilft: Beantworte diese Fragen sachlich, ehrlich und geduldig. Es ist ihre Art, das Unbegreifliche greifbar zu machen. Nimm dein Kind (wenn es das möchte!) ruhig mit zur Beerdigung, aber stelle ihm eine Bezugsperson zur Seite, die mit ihm rausgehen kann, falls es zu viel wird. Teenager (ab ca. 11 Jahren) Jugendliche verstehen den Tod wie Erwachsene, kämpfen aber ohnehin schon mit dem Chaos der Pubertät. Trauer kann bei ihnen zu extremem Rückzug, Wutausbrüchen oder scheinbarer Gleichgültigkeit führen. Was hilft: Biete dich als Anker an, aber dränge dich nicht auf. Zeige Verständnis, wenn dein Teenager lieber mit Freunden spricht als mit dir. Sätze wie „Ich bin immer für dich da, wenn du reden möchtest – aber du musst nicht“ nehmen den Druck raus. Vorsicht bei diesen gut gemeinten Phrasen! Wir verwenden oft Metaphern, um den Tod „schöner“ klingen zu lassen. Für Kinder, die Worte sehr wörtlich nehmen, sind sie jedoch oft Auslöser für tiefe Ängste: „Er ist friedlich eingeschlafen.“ (Löst oft extreme Einschlaf-Ängste aus, weil das Kind fürchtet, auch nicht mehr aufzuwachen.) „Gott hat sie zu sich geholt, weil er einen Engel brauchte.“ (Kann Wut auf Gott erzeugen oder die Angst, selbst "geholt" zu werden, wenn man zu brav ist.) „Sie ist auf eine ganz lange Reise gegangen.“ (Schürt bei Kindern die Verlustangst, sobald Mama oder Papa auch nur beruflich verreisen.) Besser: Nutze klare Worte. Das Wort „tot“ oder „gestorben“ ist wichtig, damit das Gehirn des Kindes den Prozess begreifen kann. Gemeinsame Erinnerungs-Rituale schaffen Kinder sind absolute Meister darin, ihre Gefühle durch Taten und Rituale auszudrücken. Gib deinem Kind Aufgaben, um aktiv Abschied zu nehmen. Das kann ein selbstgemaltes Bild sein, das mit in den Sarg gelegt wird, oder das gemeinsame Einrichten eines kleinen Gedenkplatzes Zuhause. Zündet jeden Abend gemeinsam eine kleine Kerze an. Im Aevoria Shop findest du personalisierbare Trauer- und Gedenkkerzen, auf die ihr zum Beispiel den Namen des Verstorbenen oder ein kleines Sternen-Symbol drucken lassen könnt. Solche greifbaren, kleinen Rituale helfen Kindern enorm, dem Vermissen einen festen Platz im Alltag zu geben. Das Wichtigste: Du musst vor deinem Kind nicht stark sein. Wenn du weinst, zeigst du deinem Kind, dass Tränen in Ordnung sind. Gemeinsam trauern verbindet.
21.02.2026
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Trauerbewältigung

Die 4 Phasen der Trauer: Verstehen, was gerade in dir und deiner Seele vorgeht

Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, bricht unsere innere Welt zusammen. Nichts ist mehr, wie es war. Die Gefühle überschlagen sich, wechseln im Minutentakt oder verschwinden plötzlich ganz und hinterlassen eine taube Leere. Oft haben Trauernde in dieser Zeit das Gefühl, verrückt zu werden oder den Verstand zu verlieren. Wenn es dir gerade so geht, atme tief durch: Du bist nicht verrückt. Du trauerst. Trauer ist keine Krankheit, sondern die natürliche und gesunde Reaktion unserer Seele auf einen schweren Verlust. Auch wenn sich dieser Schmerz wie ein unkontrollierbares Chaos anfühlt, folgt er doch bestimmten psychologischen Wegen. Die bekannte Psychologin Verena Kast hat diesen Weg in vier Phasen der Trauer unterteilt. Zu verstehen, in welcher Phase du dich befindest, kann den Schmerz zwar nicht nehmen, aber es kann dir helfen, dich selbst besser zu verstehen und gnädiger mit dir zu sein. Phase 1: Das Nicht-Wahrhaben-Wollen (Der Schock) Die erste Phase beginnt unmittelbar nach der Todesnachricht. Alles fühlt sich surreal an – wie in einem schlechten Film, aus dem man gleich aufwacht. Du funktionierst vielleicht wie ein Roboter, organisierst die Beerdigung und wirkst nach außen hin extrem gefasst. Andere sagen dann oft: „Sie/Er ist ja unglaublich stark.“ Was in deiner Seele passiert: Diese emotionale Taubheit ist ein genialer Schutzmechanismus deiner Psyche. Der Schmerz ist in diesem Moment so gewaltig, dass er dich zerstören würde, wenn er dich ungefiltert träfe. Deine Seele baut eine Schutzmauer auf und lässt die Realität nur tröpfchenweise zu. Diese Phase kann wenige Stunden bis hin zu mehreren Wochen andauern. Phase 2: Aufbrechende Emotionen (Der Sturm) Irgendwann bröckelt die Schutzmauer aus Phase 1, und die Realität bricht über dich herein. Dies ist oft die schwerste und schmerzhafteste Phase. Die Tränen kommen unkontrolliert. Aber neben der extremen Traurigkeit tauchen nun oft auch andere, verwirrende Gefühle auf: Wut, Zorn, Angst oder extreme Schuldgefühle. Wut auf die Ärzte, Wut auf das Universum oder sogar Wut auf den Verstorbenen, weil er dich verlassen hat. Was in deiner Seele passiert: Der Sturm der Emotionen ist ein wichtiges Ventil. Unterdrücke diese Gefühle nicht! Auch Zorn und Schuldfragen („Hätte ich noch etwas tun können?“) gehören zwingend zur Verarbeitung dazu. Wer diese Emotionen zulässt, verhindert, dass die Trauer chronisch wird und sich in Depressionen verwandelt. Phase 3: Suchen, Finden und Sich-Trennen In dieser Phase beginnst du (oft unbewusst), den Verstorbenen zu suchen. Du besuchst gemeinsame Orte, trägst vielleicht ein Kleidungsstück von ihm, sprichst in Gedanken mit ihm oder meinst, sein Gesicht in der Menge zu sehen. Es ist ein intensiver innerer Dialog. Gleichzeitig realisierst du in dieser Zeit immer schmerzlicher, dass die irdische Verbindung endgültig abgerissen ist. Was in deiner Seele passiert: Deine Psyche arbeitet auf Hochtouren daran, eine neue Art der Beziehung zu dem Verstorbenen aufzubauen. Du lernst, dass der Mensch nicht mehr im Außen, sondern im Innen bei dir ist. Rituale sind in dieser Phase ein extremer Anker. Ein liebevoll gestalteter Gedenkort Zuhause, das bewusste Anzünden einer personalisierten Trauerkerze oder das Aufstellen eines schönen Erinnerungs-Prints helfen deiner Seele, das ständige „Suchen“ in ein beruhigendes „Erinnern“ umzuwandeln. Phase 4: Neuer Selbst- und Weltbezug (Die Akzeptanz) Irgendwann – und das kann Monate oder Jahre dauern – wird der Schmerz leiser. Er verschwindet nicht, aber er verwandelt sich. Er bricht nicht mehr als Tsunami über dich herein, sondern wird zu einer tiefen, warmen Melancholie. Du merkst plötzlich, dass du wieder aus tiefstem Herzen lachen kannst, ohne sofort ein schlechtes Gewissen zu haben. Du schmiedest neue Pläne und das Leben bekommt wieder Farbe. Was in deiner Seele passiert: Der Verstorbene hat nun seinen festen, sicheren Platz in deinem Herzen gefunden. Er ist zu einer inneren Begleitfigur geworden, an die du mit Liebe und Dankbarkeit (statt nur mit Schmerz) zurückdenkst. Du hast gelernt, mit der Narbe zu leben. Gibt es einen festen Zeitplan? Nein. Trauer ist so individuell wie dein Fingerabdruck. Diese 4 Phasen laufen fast nie streng chronologisch ab. Meistens verlaufen sie in Wellen: Du denkst, du wärst in Phase 4 angekommen, und ein bestimmter Duft oder ein Lied werfen dich an einem Dienstagvormittag plötzlich zurück in Phase 2. Auch das ist völlig normal. Gib dir die Zeit, die du brauchst. Trauer ist der Preis, den wir für die Liebe zahlen. Sei geduldig mit dir und deiner Seele – sie leistet gerade die schwerste Arbeit deines Lebens. Möchtest du einen festen Ort für deine Erinnerungen schaffen? Im Aevoria Shop fertigen wir liebevolle, personalisierte Andenken und Grabkerzen an, die dir in dunklen Momenten ein kleines Licht der Hoffnung spenden.
21.02.2026
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Trost spenden & Helfen

Echte Hilfe im Trauerfall: 7 praktische Dinge, die du tun kannst (statt nur „Meld dich“ zu sagen)

Es ist wohl der am häufigsten ausgesprochene Satz nach einem Todesfall: „Meld dich bitte, wenn du irgendetwas brauchst.“ Er ist ehrlich, warmherzig und absolut gut gemeint. Wir wollen dem Trauernden signalisieren, dass wir da sind. Doch die psychologische Realität sieht leider anders aus: Fast niemand meldet sich. Warum ist das so? Und wie können wir Freunden und Angehörigen in ihrer schwersten Zeit wirklich eine Stütze sein? In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Psychologie der Trauer und zeigen dir 7 praktische Dinge, die echten Trost spenden. Die Psychologie dahinter: Warum Trauernde nicht um Hilfe bitten Wenn ein geliebter Mensch stirbt, gerät das Gehirn der Hinterbliebenen in einen absoluten Ausnahmezustand. Psychologen sprechen oft vom sogenannten „Trauergehirn“ (Grief Brain). Durch den massiven Stress und Schmerz ist die kognitive Kapazität extrem eingeschränkt. Alltägliche Entscheidungen – wie die Frage, was man zu Mittag essen soll – wirken plötzlich wie unüberwindbare Berge. Wenn wir nun sagen „Meld dich, wenn du was brauchst“, geben wir die Verantwortung an den Trauernden ab. Wir verlangen von ihm, dass er: Erkennt, was ihm fehlt (z. B. Lebensmittel). Die Hürde überwindet, jemanden um einen Gefallen zu bitten. Den mentalen Aufwand betreibt, uns anzurufen oder zu schreiben. Dafür fehlt schlichtweg die Kraft. Wirkliche Hilfe ist daher proaktiv und spezifisch. Nimm dem Trauernden Entscheidungen ab, anstatt neue zu verlangen. 7 praktische Dinge, die du sofort tun kannst 1. Bring warmes Essen (ohne Rückgabe-Erwartung) Kochen ist oft das Erste, das bei Trauernden ausfällt. Stell eine warme Mahlzeit (z. B. einen Auflauf, eine Suppe) oder einen Korb mit frischem Brot, Käse und Obst vor die Tür. Der wichtigste Tipp: Nutze Einwegbehälter oder Gefäße, die du nicht zurückbrauchst. So nimmst du dem Trauernden den mentalen Druck, Tupperdosen spülen und zurückgeben zu müssen. 2. Biete konkrete Übernahmen im Alltag an Statt zu fragen „Kann ich dir helfen?“, frage ganz konkret: „Ich fahre in einer Stunde zum Supermarkt. Ich bringe dir Milch, Brot und Toilettenpapier mit – fehlt noch etwas auf der Liste?“ Oder: „Ich nehme morgen um 15 Uhr euren Hund für einen langen Spaziergang mit.“ Ein einfaches „Ja“ als Antwort reicht dem Trauernden völlig. 3. Sende „No-Reply“-Nachrichten Nach einem Todesfall quillt das Handy oft über. Jede Nachricht fordert eine Antwort. Schreibe stattdessen: „Ich denke heute ganz fest an dich. Du musst auf diese Nachricht nicht antworten, ich wollte dir nur sagen, dass ich da bin.“ Das spendet unglaublich viel Trost, ohne Druck aufzubauen. 4. Übernimm die Rolle des „Kommunikations-Puffers“ Biete an, die Informationskette zu übernehmen. Du kannst (in Absprache) entfernte Verwandte, Kollegen oder den Sportverein über den Trauerfall oder die Beerdigungsdaten informieren. So muss die trauernde Person die schmerzhafte Nachricht nicht immer wieder neu aussprechen. 5. Hilf beim organisatorischen Papierkram Nach einem Todesfall folgt oft ein Berg an Bürokratie: Verträge kündigen, Rechnungen sortieren, Telefonate führen. Biete an, dich an den Küchentisch zu setzen und Briefe vorzusortieren oder Warteschleifen-Telefonate zu übernehmen. 6. Schreibe eine handgeschriebene Karte In einer schnelllebigen, digitalen Welt ist eine echte Karte ein Anker. Eine liebevoll ausgewählte, hochwertige Trauerkarte, in der du eine schöne Erinnerung an den Verstorbenen teilst, kann der Trauernde immer wieder lesen, wenn der Schmerz nachts besonders groß ist. 7. Sei da, wenn die erste Welle vorbei ist In den ersten zwei Wochen nach dem Todesfall ist die Unterstützung meist riesig. Doch nach ein bis zwei Monaten dreht sich die Welt für alle anderen weiter – für den Trauernden aber nicht. Notiere dir das Datum im Kalender und melde dich genau dann. Ein kleines Zeichen, wie eine personalisierte Gedenkkerze mit dem Namen des Verstorbenen, zeigt: Ich habe deinen Verlust nicht vergessen. Dein geliebter Mensch ist noch immer präsent. Fazit: Weniger fragen, mehr machen Hab keine Angst davor, etwas falsch zu machen. Echte Hilfe muss nicht perfekt organisiert sein, sie muss nur von Herzen kommen. Ein stilles Dabeisitzen, eine stumm überreichte Tasse Tee oder das wortlose Rausbringen der Mülltonne helfen oft mehr als tausend gut gemeinte Worte. Du suchst nach einem würdevollen Weg, dein Mitgefühl auszudrücken? Im Aevoria Shop findest du liebevolle Andenken und stilvolle Trauerkarten, die von Herzen kommen.
21.02.2026
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Trauersprüche & Kondolenz

Was schreibe ich in eine Trauerkarte? Formulierungshilfen & moderne Textbeispiele

Wir alle kennen diesen Moment: Man sitzt vor einer leeren Trauerkarte, den Stift in der Hand, und der Kopf ist plötzlich völlig leer. Die Angst, das Falsche zu schreiben, zu banal zu klingen oder den Schmerz der Angehörigen durch ein ungeschicktes Wort noch zu vergrößern, ist riesig. Oft führt diese Unsicherheit dazu, dass wir am Ende nur auf abgedroschene Floskeln zurückgreifen – oder schlimmstenfalls gar nichts schreiben. Doch aus psychologischer Sicht ist genau das der falsche Weg. Für Trauernde gibt es kaum etwas Schlimmeres als das dröhnende Schweigen ihres Umfelds. Jede ehrlich gemeinte, handgeschriebene Zeile zeigt: Ich sehe deinen Schmerz. Du bist nicht allein. Warum uns die richtigen Worte so schwerfallen Dass uns bei Trauerfällen die Worte fehlen, ist eine völlig natürliche Schutzreaktion unserer Psyche. Der Tod konfrontiert uns mit unserer eigenen Endlichkeit und Ohnmacht. Wir möchten den Schmerz des anderen lindern, spüren aber unbewusst, dass kein Wort der Welt den geliebten Menschen zurückbringen kann. Die wichtigste Erkenntnis lautet daher: Du musst den Schmerz nicht wegzaubern. Deine Worte sollen den Verlust nicht kleiner machen, sondern lediglich zeigen, dass du ihn mitträgst. Ehrlichkeit schlägt dabei immer Perfektion. Der Aufbau einer modernen Trauerkarte Wenn du nicht weißt, wie du beginnen sollst, hilft eine einfache, psychologisch bewährte Struktur in vier Schritten: Der ehrliche Einstieg: Benenne deine eigenen Gefühle. Es ist absolut in Ordnung zuzugeben, dass dir die Worte fehlen. Die persönliche Erinnerung: Erwähne eine Eigenschaft oder ein schönes Erlebnis mit dem Verstorbenen. Das ist für Hinterbliebene ein unglaubliches Geschenk, denn es zeigt, dass der Mensch Spuren hinterlassen hat. Das Mitgefühl: Drücke deine Verbundenheit und Anteilnahme aus. Das konkrete Hilfsangebot (optional): Biete Hilfe an, aber sei spezifisch. Statt „Melde dich, wenn du was brauchst“ (was Trauernde fast nie tun), schreibe lieber: „Ich koche nächste Woche für euch und stelle es euch vor die Tür.“ Moderne Textbeispiele für deine Beileidskarte 1. Wenn dir die Worte fehlen (Ehrlich & authentisch) „Ich sitze vor dieser Karte und finde einfach keine Worte, die euren Verlust auch nur ansatzweise begreiflich machen könnten. Ich bin in Gedanken tief bei euch und weine mit euch.“ „Die Nachricht von [Name]s Tod hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Mir fehlen die Worte, aber mein Herz ist bei dir.“ 2. Für den engeren Freundes- und Familienkreis „Es ist unbegreiflich, dass [Name] nicht mehr da ist. Ich werde ihr/sein ansteckendes Lachen und unsere endlosen Gespräche am Küchentisch niemals vergessen. Ich halte dich aus der Ferne fest und bin immer für dich da – egal ob du reden, schweigen oder einfach nur weinen möchtest.“ „Die Welt ist heute ein gutes Stück dunkler geworden. [Name] hat so viel Wärme in unser Leben gebracht. In dieser schweren Zeit des Abschieds reiche ich dir meine Hand.“ 3. Für Kollegen oder Bekannte (Respektvoll & stilvoll) „Mit großem Bedauern habe ich vom Verlust Ihres/Deines [Beziehung, z.B. Vaters] erfahren. Ich möchte Ihnen/Dir mein tiefstes Mitgefühl aussprechen und wünsche der ganzen Familie für die kommende Zeit viel Kraft und ruhige Momente der Erinnerung.“ „Wir werden [Name] als wunderbaren, hilfsbereiten Menschen in Erinnerung behalten. Unser aufrichtiges Beileid gilt dir und deiner Familie.“ Sätze, die du vermeiden solltest (Toxische Positivität) Aus eigener Unsicherheit neigen wir oft dazu, Sätze zu schreiben, die dem Trauernden den Schmerz aberkennen oder ihn kleinreden. Streiche folgende Phrasen aus deinem Repertoire: „Die Zeit heilt alle Wunden.“ (Das stimmt nicht. Man lernt nur, mit der Wunde zu leben.) „Er/Sie hat es jetzt besser / musste nicht mehr leiden.“ (Auch wenn es stimmt, lindert es nicht den akuten Trennungsschmerz der Hinterbliebenen.) „Du musst jetzt stark sein.“ (Trauernde müssen gar nichts – außer fühlen dürfen.) „Ich weiß genau, wie du dich fühlst.“ (Jede Trauer ist hochindividuell. Schreibe besser: „Ich kann nur erahnen, wie groß dein Schmerz sein muss.“) Der Rahmen macht die Botschaft Die Worte, die du wählst, sind das Wichtigste. Doch auch die Karte selbst vermittelt Wertschätzung. Ein handschriftlicher Text auf einer liebevoll ausgewählten, hochwertigen Trauerkarte zeigt dem Empfänger, dass du dir bewusst Zeit für ihn genommen hast. Wenn du möchtest, kannst du deiner Karte auch ein kleines, bleibendes Symbol des Trostes beilegen – zum Beispiel eine personalisierte Erinnerungskerze, die die Angehörigen in dunklen Momenten entzünden können. Solche sanften Gesten sprechen oft dort weiter, wo unsere eigenen Worte enden. Das Wichtigste zum Schluss: Vertraue auf dein Gefühl. Wenn deine Worte von Herzen kommen, können sie nicht falsch sein. Trau dich, zu schreiben.
21.02.2026
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Sternenkinder

Ein Lichtermeer der Liebe: Der Sternenkind-Gedenktag am 15. Oktober

Ein Kind zu verlieren, bevor es das Leben richtig beginnen konnte, ist ein Schmerz, für den es oft keine passenden Worte gibt. Wenn aus tiefer Vorfreude plötzliche Stille wird, bleibt eine Lücke, die unsichtbar, aber für die Eltern allgegenwärtig ist. Um dieser Trauer, aber vor allem der unendlichen Liebe zu diesen Kindern Raum zu geben, gibt es den Sternenkind-Gedenktag am 15. Oktober. Dieser Tag (international Pregnancy and Infant Loss Remembrance Day genannt) ist den Babys gewidmet, die während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz danach verstorben sind. Er schenkt Sterneneltern, Geschwistern und Angehörigen einen festen Platz im Kalender, um sich zu erinnern und zu zeigen: Unser Kind war da, es ist ein Teil unserer Familie und bleibt für immer unvergessen. Die Welle des Lichts (Wave of Light) Das wohl berührendste Ritual an diesem Tag ist das weltweite Lichtermeer. Um 19:00 Uhr Ortszeit stellen betroffene Familien und ihre Unterstützer überall auf der Welt eine brennende Kerze gut sichtbar ins Fenster. Da die Kerzen in jeder Zeitzone um Punkt 19:00 Uhr entzündet werden und für mindestens eine Stunde brennen, entsteht eine symbolische Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal die gesamte Erde umrundet. Dieses Licht spendet Trost und sendet eine kraftvolle Botschaft: Du bist mit deinem Verlust nicht allein. Liebevolle Rituale für den 15. Oktober Jeder Mensch trauert anders. Es gibt kein „Richtig“ oder „Falsch“, wenn es darum geht, dem eigenen Sternenkind zu gedenken. Hier sind einige sanfte Rituale, die vielen Eltern an diesem Tag Kraft geben: Eine Kerze entzünden: Nimm dir um 19:00 Uhr bewusst Zeit. Oft hilft es, eine ganz spezielle Kerze für diesen Moment zu haben. Bei Aevoria findest du personalisierbare Trauer- und Grabkerzen, die du mit dem Namen deines Kindes, einem Datum oder einem tröstenden Spruch versehen kannst. Einen Brief schreiben: Bringe all die Gefühle, Wünsche und Gedanken, die du deinem Kind noch sagen wolltest, auf Papier. Es kann sehr befreiend sein, diese Worte in einer schönen Grußkarte oder auf edlem Briefpapier festzuhalten. Einen Erinnerungsort schaffen: Richte einen kleinen Platz in deinem Zuhause ein – mit einem Ultraschallbild, einem kleinen Engel, Trockenblumen oder einem gerahmten Art Print mit Sternenmotiv. Den Namen aussprechen: Für Sterneneltern ist es oft das schönste Geschenk, wenn andere den Namen ihres Kindes ganz selbstverständlich in den Mund nehmen. Sprich mit deinen Liebsten über dein Kind. Wie können Freunde und Angehörige helfen? Oft herrscht im Umfeld eine große Hilflosigkeit. Man hat Angst, etwas Falsches zu sagen, und schweigt deshalb lieber. Doch genau dieses Schweigen tut am meisten weh. Ein einfaches „Ich denke heute besonders an euch und euer Baby“ oder das Entzünden einer eigenen Kerze im Fenster (vielleicht begleitet von einem Foto per WhatsApp an die Eltern) bedeutet die Welt. Eine kleine, liebevoll gestaltete Postkarte im Briefkasten zeigt den Eltern: Wir haben euer Kind nicht vergessen. Kleine Spuren, die für immer bleiben Wir bei Aevoria möchten euch in diesen schweren Momenten begleiten. Unsere individualisierbaren Andenken werden mit größter Sorgfalt und ganz viel Herzblut in unserem Atelier gefertigt, um euren kleinen Sternen ein würdiges Andenken zu bewahren. Am 15. Oktober leuchtet unser Licht für euch und all die kleinen Seelen da oben. 💫
21.02.2026

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